Rentenpunkte: wie sie entstehen und was sie wert sind
Ein Punkt für ein Durchschnittsjahr
Entgeltpunkte messen, wie viel du im Vergleich zu allen Versicherten verdient hast: das versicherte Gehalt eines Jahres geteilt durch das Durchschnittsentgelt desselben Jahres (§ 70 SGB VI). Für das laufende Jahr gilt ein vorläufiger Wert, 2026 sind es 51.944,00 €; im Jahr der Rente wird mit dem endgültigen Wert abgerechnet.
Die Grenze nach oben
Beiträge und Punkte gibt es nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400,00 € im Jahr (§ 159 SGB VI). Mehr als 1,9521 Punkte bringt ein Jahr daher nicht, auch nicht mit einem höheren Gehalt.
Was ein Punkt wert ist
Ein Punkt ist im Monat so viel Rente wert wie der aktuelle Rentenwert: seit Juli 2026 42,52 €, vorher 40,79 € (§ 68 SGB VI). Er steigt jedes Jahr zum 1. Juli mit den Löhnen. Seit 2023 gilt er in Ost und West gleich; seit 2025 werden östliche Gehälter für die Punkte nicht mehr hochgewertet.
Punkte ohne Gehalt
Auch Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Wehr- oder Zivildienst und manche Zeiten der Arbeitslosigkeit bringen Punkte. Sie stehen in deiner Renteninformation; der Rechner rechnet nur die Punkte aus einem Gehalt.
Das Rechenbeispiel
Ein Bruttogehalt von 45.000,00 € bringt 0,8663 Punkte, das sind 36,84 € Monatsrente. 40 Punkte ergeben 1.700,80 € im Monat oder 20.409,60 € im Jahr, brutto und ohne Abschlag.
Was der Rechner nicht rechnet
Der Rechner bewertet Punkte zum heutigen Rentenwert und ohne Zugangsfaktor. Einen Abschlag bei frühem Rentenbeginn und die Punkte der Jahre bis zur Rente rechnet der Rentenrechner.