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4-Prozent-Regel Rechner: Entnahme und Kapital

Die 4-Prozent-Regel sagt: Im ersten Jahr des Ruhestands 4 % des Kapitals entnehmen, danach mit der Inflation erhöhen. Der Rechner zeigt die Entnahme im Jahr und im Monat bei 3 %, 3,5 % und 4 % und umgekehrt das Kapital für dein Wunscheinkommen.

Die Regel ist eine Faustregel aus US-Daten, kein Gesetz. Der Rechner rechnet brutto, vor Steuern; was Steuern ändern, steht unter dem Ergebnis.

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Deine Angaben

Dein Depot oder Erspartes zum Rentenbeginn.

Für die Rechnung rückwärts: welches Kapital diesen Betrag trägt.

Deine Entnahme nach der Regel

Nach der 4-Prozent-Regel: 1.666,67 € im Monat im ersten Jahr.

Entnahme aus 500.000,00 € und Kapital für 2.000,00 € im Monat
SatzIm JahrIm MonatKapital für dein Einkommen
3 %15.000,00 €1.250,00 €800.000,00 €
3,5 %17.500,00 €1.458,33 €685.714,29 €
4 %20.000,00 €1.666,67 €600.000,00 €

Die Regel stammt aus US-Daten, vor allem der Trinity-Studie: Mit diesem Satz im ersten Jahr, danach mit der Inflation erhöht, reichte ein Depot aus US-Aktien und -Anleihen meist 30 Jahre. Eine Garantie ist das nicht.

In Deutschland mindern Abgeltungsteuer und Vorabpauschale das Netto. Wie lange dein Geld mit Rendite und Inflation reicht, zeigt der Entnahmeplan-Rechner.

So rechnet der Rechner

Der Rechner wendet die Faustregel in fünf Schritten an. Das Beispiel: 500.000,00 € Kapital und ein Wunsch von 2.000,00 € im Monat. Die Regel ist kein Gesetz; die Steuer regeln § 32d EStG und § 18 InvStG.

  1. Entnahme im ersten Jahr: 4 % des Kapitals zu Beginn. Im Beispiel: 20.000,00 € im Jahr.
  2. Im Monat: Ein Zwölftel davon: 1.666,67 €. Mit 3,5 % wären es 1.458,33 €, mit 3 % 1.250,00 €.
  3. Die Folgejahre: Nach der Regel steigt die Entnahme danach jedes Jahr mit der Inflation, unabhängig vom Depotstand. Wie lange das trägt, rechnet der Entnahmeplan-Rechner.
  4. Kapital für dein Einkommen: Umgekehrt: das Zwölffache des Wunsches geteilt durch den Satz, bei 4 % das 25fache des Jahres. Im Beispiel: 600.000,00 €, mit 3 % 800.000,00 €.
  5. Steuern: Auf Kursgewinne fällt beim Verkauf Abgeltungsteuer an (§ 32d EStG), auf thesaurierende Fonds jedes Jahr die Vorabpauschale (§ 18 InvStG). Netto bleibt weniger als die Regel zeigt.

Häufige Fragen

Was ist die 4-Prozent-Regel?

Eine Faustregel aus den USA: Im ersten Jahr 4 % des Kapitals entnehmen, danach den Betrag mit der Inflation erhöhen. In historischen US-Daten reichte das Geld so meist 30 Jahre.

Wie viel Kapital brauche ich für 2.000,00 € im Monat?

Nach der 4-Prozent-Regel das 25fache des Jahresbetrags: 600.000,00 €. Mit 3,5 % sind es 685.714,29 €, mit 3 % 800.000,00 €.

Gilt die 4-Prozent-Regel in Deutschland?

Sie beruht auf US-Aktien und US-Anleihen, ohne deutsche Steuern. Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und die Vorabpauschale mindern das Netto; Teilfreistellung und Sparer-Pauschbetrag mildern das.

Warum zeigt der Rechner auch niedrigere Sätze?

Für einen Ruhestand, der länger als 30 Jahre dauert, oder wenn Renditen niedriger ausfallen, werden oft niedrigere Sätze genannt. Ein niedrigerer Satz braucht mehr Kapital für dasselbe Einkommen.

Ist die 4-Prozent-Regel eine Garantie?

Nein. Sie beschreibt, was in der Vergangenheit meist gereicht hat. Wie lange dein Geld mit deinen Annahmen reicht, zeigt der Entnahmeplan-Rechner, der Planer auch mit Steuern.

Die 4-Prozent-Regel: Herkunft und Grenzen

Die Regel

Im ersten Jahr des Ruhestands 4 % des Kapitals entnehmen, in jedem weiteren Jahr denselben Betrag, erhöht um die Inflation, egal wie sich das Depot entwickelt. Umgekehrt braucht ein Wunscheinkommen das 25fache seines Jahresbetrags als Kapital.

Woher sie kommt

Die Regel stammt aus Untersuchungen mit amerikanischen Kursdaten: William Bengen und später die Trinity-Studie prüften, welcher Entnahmesatz über 30 Jahre in fast allen historischen Zeiträumen reichte. Ihre Depots bestanden aus US-Aktien und US-Anleihen, ohne Kosten und ohne deutsche Steuern.

Was in Deutschland anders ist

Auf Erträge aus Fonds fallen Abgeltungsteuer von 25 % und Solidaritätszuschlag an (§ 32d EStG), bei thesaurierenden Fonds jedes Jahr die Vorabpauschale (§ 18 InvStG). Die Teilfreistellung von 30 % für Aktienfonds (§ 20 InvStG) und der Sparer-Pauschbetrag von 1.000,00 € mildern das. Netto bleibt weniger als der Satz der Regel.

Niedrigere Sätze

Wer früher in den Ruhestand geht oder länger als 30 Jahre entnehmen will, rechnet oft mit 3,5 % oder 3 %. Das braucht mehr Kapital für dasselbe Einkommen, gibt aber mehr Spielraum für schwache Börsenjahre.

Das Rechenbeispiel

Aus 500.000,00 € Kapital erlaubt die Regel im ersten Jahr 20.000,00 €, im Monat 1.666,67 €; mit 3,5 % 1.458,33 € und mit 3 % 1.250,00 €. Für 2.000,00 € im Monat braucht es 600.000,00 € nach der 4-Prozent-Regel und 800.000,00 € mit 3 %.

Was der Rechner nicht rechnet

Der Rechner wendet nur die Faustregel an: brutto, ohne Rendite, Inflation und Steuern. Wie lange ein Kapital mit deinen Annahmen reicht, rechnet der Entnahmeplan-Rechner; der Planer rechnet die Steuern Jahr für Jahr mit.

Artikel: Kapitalertragsteuer im Ruhestand

Quellen

Auf diese Gesetze stützen sich die Hinweise zur Steuer. Die Links führen zum Wortlaut.

Quellen geprüft für den Regelstand 2026.1; Stand dieser Seite: 12.10.2026.

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