Inflation und Rente: warum die Kaufkraft sinkt
Was Inflation mit der Rente macht
Inflation heißt: Dieselben Dinge kosten jedes Jahr mehr. Ein fester Betrag kauft darum Jahr für Jahr weniger. Über viele Jahre summiert sich das: Mit 2,0 % im Jahr kaufen 1.500,00 € nach 20 Jahren nur noch so viel wie heute 1.009,46 €.
Wie die Rente steigt
Die gesetzliche Rente steigt jedes Jahr zum 1. Juli (§ 65 SGB VI). Die Erhöhung folgt den Löhnen, nicht den Preisen (§ 68 SGB VI); seit Juli 2026 ist ein Entgeltpunkt 42,52 € wert, vorher 40,79 €. Betriebsrenten und private Renten steigen oft weniger oder gar nicht.
Die Annahme
Der Rechner nimmt 2,0 % Inflation an, das mittelfristige Ziel der Europäischen Zentralbank und die Annahme des Planers. Gemessen hat das Statistische Bundesamt zuletzt 2,2 % im Jahresdurchschnitt. Für die Zukunft ist jede Zahl eine Annahme.
Die Lücke
Steigt eine Rente langsamer als die Preise, entsteht eine Lücke: Was sie kauft, wird weniger. Im Beispiel steigt sie um 1,5 % im Jahr auf 2.020,28 €; nötig wären 2.228,91 €. In heutigen Euro fehlen 140,41 € im Monat.
Das Rechenbeispiel
1.500,00 € im Monat, 20 Jahre, 2,0 % Inflation: Die Kaufkraft sinkt auf 1.009,46 €; denselben Einkauf kosten dann 2.228,91 €. Eine Rente, die um 1,5 % im Jahr steigt, erreicht 2.020,28 €, heute 1.359,59 € wert. Die Lücke: 208,63 € im Monat, in heutigen Euro 140,41 €.
Was der Rechner nicht rechnet
Der Rechner rechnet mit gleichbleibenden Raten, ohne Steuern und Beiträge. Wie viel Kapital eine Lücke im Ruhestand braucht, zeigt der Rentenlücke-Rechner.